Schaut man sich die kursierenden Zahlen an, die sich im Bereich von 60-90% betroffener Tier bewegen, kann man davon ausgehen, dass kaum ein Pferd in seinem Leben um die Diagnose Magenschwür beim Pferd herumkommt.

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Die vielen Faktoren, die ein Auftreten begünstigen und die oft sehr unspezifischen Symptome machen Tierhaltern den Umgang damit jedoch nicht leicht.

Erste Hilfe – was tun bei Verdacht auf ein Magengeschwür beim Pferd?

Hier findest du weitere Infos zur ersten Hilfe bei einem Verdacht auf Magengeschwüre bei deinem Pferd.

Was ist ein Magengeschwür beim Pferd?

Das Magengeschwür beim Pferd ist eine Beschädigung der Magenschleimhaut.

Ein Magengeschwür ist je nach Schweregrad eine (tiefe) Wunde in der Magenschleimhaut des Pferdes. Meist treten Magengeschwüre im vorderen Bereich des Magens auf. Dieser Teil ist drüsenlos und somit nicht vor Angriffen durch Magensäure geschützt. Aber auch im hinteren, drüsenhaltigen Teil des Magens können Magengeschwüre auftreten.

Es entsteht durch überschüssige Magensäure, die nicht ausreichend abgepuffert wird und so die Schleimhaut des Magens angreift und schmerzhafte Entzündungen verursacht.

Was verursacht ein Magengeschwür beim Pferd?

Generell werden Magengeschwüre durch überschüssige Magensäure verursacht, die in der Folge die Magenschleimhaut angreift.

Vereinfacht gesagt entstehen Magengeschwüre beim Pferd also durch eine Übersäuerung des Magens, welche nicht ausreichend abgepuffert werden kann. Dieser Überschuss an Säure greift die drüsenlose Magenschleimhaut an, wodurch diese gereizt wird. Hält der Säureüberschuss an, kann es bereits nach 24–48 Stunden zu einer nachhaltigen Schädigung, d.h. zu Geschwüren an der Magenschleimhaut führen.

Ein Überschuss an Magensäure kann durch verschiedene Umstände ausgelöst werden. Einen großen Einfluss hierauf haben Stress, Fütterung und Haltung des Pferdes.

Wie entsteht eine Übersäuerung des Pferdemagens?

Eine Übersäuerung des Magens kann zum einen dadurch entstehen, dass das Pferd Stress hat. Bei Stress wird vermehrt das Hormon Cortisol ausgeschüttet. Dieses Hormon bewirkt in Stresssituationen, sowohl physisch als auch psychisch, vor allem die Mobilisierung von Reserven, um diese Situationen besser bewältigen zu können. Gleichzeitig wird die Sekretion von Salzsäure (HCl) in den Magen stimuliert und die Schleim- und Prostaglandinbildung gehemmt.

Hierdurch wird die Schutzfunktion des Magens beeinträchtigt. Dadurch, dass Cortisol auch Zellwachstum und -teilung sowie die Synthese von Kollagen hemmt, sind Reparationsvorgänge bei Entzündungen gestört. 

Zum anderen kann eine Magenübersäuerung fütterungsbedingt sein. Erhalten Pferde nicht ausreichend Raufutter, fressen und kauen sie zu wenig und produzieren entsprechend nicht genug Speichel. 

Dieser bicarbonathaltige Speichel, dessen Sekretion nur dann stimuliert wird, wenn das Pferd frisst, dient der Abpufferung der Magensäure. Auch ist bei einer zu geringen Raufuttergabe zu wenig Raufaser im Magen des Pferdes. Diese absorbiert Magensekrete, sodass diese keinen Kontakt zur Oberfläche der Magenschleimhaut haben.

Ist ein Magengeschwür für Pferde lebensgefährlich?

Magengeschwüre sind nicht von Beginn an lebensgefährlich. Sie können jedoch sehr schmerzhaft sein.

Wird ein Magengeschwür nicht behandelt, kann es allerdings in schweren Fällen zu starken inneren Blutungen oder einem Magendurchbruch kommen. In solchen Fällen ist ein Magengeschwür lebensgefährlich für das Pferd.

Kann ein Pferd mit Magengeschwüren noch geritten werden?

Grundsätzlich ist es nicht ausgeschlossen ein Pferd mit Magengeschwüren zu reiten. Man sollte sich jedoch darüber im klaren sein, dass Magengeschwüre äußerst schmerzhaft sein können und eine Entzündung im Inneren des Pferdemagens vorliegt.

Ein anstrengendes Training sollte in jedem Fall vermieden werden. Allerdings sollte ein Pferd trotzdem jeden Tag die Möglichkeit haben, sich zu bewegen um eine artgerechte Haltung zu gewährleisten.

Wenn bei deinem Pferd Magengeschwüre diagnostiziert wurden, solltest du zunächst schauen und ggf. Rücksprache mit deinem Tierarzt halten, ob es sinnvoll ist, das Pferd in dieser Zeit zu reiten.

Die Schmerzen eines akuten Magengeschwürs sind oft so groß, dass zum Wohle des Pferdes, auf das Arbeiten verzichtet werden sollte, da es sehr unangenehm und schmerzhaft für das Pferd ist, wenn durch die Bewegung die Magensäure hin- und herschwappt und dabei an die verletzten Stellen gelangt. Eine Auszeit für das Pferd ist daher in den meisten Fällen wirksamer für die Regeneration des Pferdes bzw. seines Magens.

Bevor angefangen wird, das Pferd langsam wieder anzutrainieren, sollte man zunächst die Magenprobleme sowie die Ursachen in den Griff bekommen haben. Das Reiten sollte zunächst sehr behutsam erfolgen, denn das Pferd soll wieder Spaß an der Arbeit unter dem Sattel bekommen und dies nicht mit Magenschmerzen verbinden. Es ist wichtig, auf das Pferd zu hören und Signale des Pferdes zu deuten.

Wenn das Pferd lieber ins Gelände geht oder sich im Galopp wesentlich besser löst als im Trab, sollte man das Pferd entsprechend reiten, damit es wieder motiviert mitarbeitet.

Weiterlesen: Magengeschwür beim Pferd: Welcher Sattelgurt ist richtig?

Wie lässt sich ein Magengeschwür beim Pferd behandeln?

Da Magengeschwüre für das Pferd sehr schmerzhaft sind, sollte nicht darauf gewartet werden, dass sie von alleine wieder verschwinden. 

Um die Heilung von Geschwüren im Pferdemagen möglich zu machen, bekommen die betroffenen Pferde zunächst in der Regel Protonenpumpenhemmer. Diese hemmen die Bildung von Magensäure und die Magenschleimhaut hat über die Dauer der Medikamentengabe Zeit, sich zu regenerieren, die Magengeschwüre können abheilen.

Dies ist jedoch meist keine langfristige Lösung, denn Medikamente sind zwar die absolut richtige Maßnahme im akuten Fall, lösen das eigentliche Problem aber nicht. Der Säurehaushalt im Pferdemagen muss dauerhaft ins Gleichgewicht gebracht werden – es braucht genug Magensäure für eine gute Verdauung,  und so wenig, dass keine Geschwüre entstehen. 

Im Anschluss an die Behandlung (oder bereits parallel) sollte man deshalb schauen, ob dem Pferd ein Magensupplement hilft und es so eine Alternative zur nächsten Behandlung mit Omeprazol gibt.

Darüber hinaus sollte natürlich die Fütterung dauerhaft optimiert und der Stress für das Pferd wo immer möglich reduziert werden.

Wie geht es nach der Behandlung mit Omeprazol weiter?

Wichtig ist es, im Falle eines Magengeschwürs, nicht die Symptome, sondern die Ursachen zu bekämpfen.

Hierzu gehört meist eine Umstellung des Futters und die Vermeidung bzw. Minimierung von Stress. Dies sollte bestenfalls bereits während der Omeprazolbehandlung geschehen.

Nur wenn keine überschüssige Säure mehr im Magen hin- und herschwappt und dadurch die Magenschleimhaut angreift, kann gewährleistet werden, dass keine neuen Magengeschwüre entstehen.

Da die meisten Magengeschwüre stressbedingt sind und Stressauslöser teilweise schwer abzuschalten sind, sollte das Pferd zusätzlich unterstützt werden, um die stressbedingte überschüssige Magensäure abzupuffern und somit den Magen zu schützen. Hierfür eignet sich Equine 74 Gastric besonders gut, da es eine hohe Säurepufferkapazität besitzt und somit die stressbedingte überschüssige Magensäure abpuffert, wodurch es der Entstehung weiterer Magengeschwüre vorbeugen kann.

 

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Wie kann man der Entstehung von Magengeschwüren beim Pferd vorbeugen?

Eine auf den Bedarf des Pferdes zugeschnittene Fütterung sowie auf die Bedürfnisse angepasste Haltung ist für die Vorbeugung von Magengeschwüren essentiell. Dies bedeutet vor allem, dass das Pferd ausreichend qualitativ hochwertiges Heu zur Verfügung hat, welches durch entsprechendes Mineralfutter ergänzt wird.

Lange Fresspausen sowie unregelmäßige Fütterungszeiten sollten verhindert werden, um eine hohe Speichelproduktion zur Abpufferung der Magensäure zu gewährleisten und Stress zu minimieren.

Allgemein sollte Stress für das Pferd vermieden werden, da dieser die Entstehung von Magengeschwüren begünstigt. Die größten Stressauslöser für Pferde liegen in der Haltung und dem Umgang mit dem Menschen, was unter anderem auch das Reiten beinhaltet.

Ist es offensichtlich, dass das Pferd unter Stress steht oder ein leichtes Nervenkostüm hat, sollte versucht werden, das Pferd möglichst stressarm zu halten. Bei solchen Pferden ist eine bedarfs- und bedürfnisgerechte Fütterung umso wichtiger. 

Da viele Pferdebesitzer häufig leider zu spät erkennen, dass Fütterung oder Haltung nicht optimal für das Pferd sind oder es Stress hat, treten Magengeschwüre zunächst meist unbemerkt auf.

Auch nach einer erfolgreichen Behandlung treten Magengeschwüre oft erneut auf. Auch dann heißt es weiterhin der Entstehung von Magengeschwüren durch eine strukturreiche und ausgewogene Fütterung entgegenzuwirken und mögliche Stressfaktoren für das betroffene Pferd so gut es geht zu minimieren.

Achte auf regelmäßige Pausen zwischen den Trainingseinheiten. Denn bei forcierter Gangart wird die Aktivität der Verdauung zurückgefahren und die Blutzufuhr verringert, während gleichzeitig Magensaft in den drüsenlosen Teil des Pferdemagens gelangt.

Was ist das beste Futter für ein Pferd mit Magengeschwüren?

Ein Pferd mit Magengeschwüren sollte viel qualitativ hochwertiges Raufutter zur Verfügung haben. Bei dem Kauen des Raufutters wird eine große Menge basischen Speichels produziert, welcher die Magensäure abpuffert. 

Zudem gibt es noch spezielle Futtermittel, die dein Pferd bei Magenproblemen unterstützen können.

Generell empfiehlt es sich, dem Pferd immer erst das Raufutter und dann das Kraftfutter zu geben und das Raufutter auf so viele Portionen wie möglich über den gesamten Tag zu verteilen, denn je kürzer die Fresspausen sind, desto niedriger ist das Risiko, dass überschüssige Magensäure die Magenschleimhaut angreift. Die  Grundregeln zur Fütterung haben wir hier noch mal ausführlich beschrieben.

Eine weitere Unterstützung bieten Supplemente, die dem Magen helfen, seinen Säurehaushalt im Gleichgewicht zu halten.

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Darf ich bei Magengeschwüren Kraftfutter füttern?

Diese Frage kann man nicht pauschal mit „ja“ oder „nein“ beantworten, aber zu viel Kraftfutter ist sicher kontraproduktiv.

Grundsätzlich sollte man zumindest während akuter Magengeschwüre ggf. ganz auf Kraftfutter verzichten, da Pferde, dies nicht so ausgiebig kauen müssen wie bei Raufutter und somit weniger Speichel zur Abpufferung der Magensäure produzieren.

Außerdem ist Kraftfutter nicht, wie Raufutter, in der Lage, Magensäure aufzunehmen. Hinzu kommt, dass bei der Verdauung von Kraftfutter Milchsäure im Magen entsteht, die diesen zusätzlich belastet.

Häufig kommen Pferde auch ganz ohne Kraftfutter aus, wenn der Nährstoffbedarf durch qualitativ hochwertiges Heu und ein auf den Bedarf abgestimmtes Mineralfutter gedeckt wird. Wie man seinen Magenpatienten konkret füttert, ist aber von Pferd zu Pferd unterschiedlich und sollte individuell entschieden werden.

Wenn der Nährstoffbedarf des Pferdes nicht allein durch Heu gedeckt werden kann, sollte man sich Gedanken darüber machen, ob und welches Kraftfutter man zufüttert.

Es gibt Magenpatienten, die beispielsweise Hafer sehr gut vertragen, während andere mit starken Magenproblemen auf Hafer reagieren und mit einem getreidefreien Müsli besser bedient sind. Generell sei aber gesagt, dass man nicht zu viel herumexperimentieren sollte. Auf stark melassierte Produkte sollte aufgrund des hohen Zuckergehalts jedoch besser verzichtet werden, da diese einen zusätzlichen negativen Einfluss auf den Magen haben können.

Wie sieht die optimale Fütterung aus?

Eine kontinuierliche Versorgung mit Futter und – ganz wichtig – Heu muss gewährleistet sein, um Stoffwechselstörungen zu vermeiden. Dieser Aspekt der Fütterung ist besonders wichtig, wenn die verfütterte Ration aus Kraftfutter sowie Raufutter besteht.

Als Orientierung bei der Berechnung und Zusammenstellung der korrekten Ration, dient oft ein 500 Kilogramm schweres und gesundes Pferd mit durchschnittlicher Aktivität, sprich: es steht weder sein ganzes Leben im Stall noch muss es exzessiv hart arbeiten. Für ein solches Pferd wird eine Heu-Menge empfohlen, die 2% seines Körpergewichtes beträgt. Bei unserem Modell-Pferd kommen wir da auf 10 Kilogramm.

Da sich das alltägliche Leben eines Pferdes in menschlicher Obhut von jenem eines Wildpferdes deutlich unterscheidet, sollten Sie zumindest dafür sorgen, dass auch während der Nacht genügend Futter zur Verfügung steht, damit das Pferd kontinuierlich davon fressen kann.

Die Relevanz dieser Empfehlung erschließt sich bei näherer Betrachtung des Pferdemagens und seiner Physiologie sowie des Lebensstils in freier Wildbahn lebender Pferde. Magensäure wird bei Pferden permanent, also unabhängig von der Nahrungsaufnahme, produziert.

Was in der Tierhaltung und den dortigen Fütterungsintervallen zu einem Problem werden kann, ist in der Natur ein hervorragendes Konzept. Als Steppentiere stehen sie geradezu mit ihren Hufen im Futter. Sie können also ständig darauf zugreifen und der Magen ist permanent bereit für die Verdauung. Dabei geht es nicht nur um den Magen selbst.

Der Speichel eines Pferdes enthält Bicarbonat, das sich wie ein Puffer zur Magensäure verhält und den Magen auf diese Weise vor Schäden bewahrt. Durch regelmäßige Aufnahme und gutes Einspeicheln des Futters vor dem Abschlucken ist die ausgleichende Puffer-Funktion sichergestellt.

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Das ist wieder ein spannender Moment: einerseits ist es wichtig, dass die Tiere ihr Futter sorgfältig einspeicheln, was bei faserreichem Futter deutlich leichter fällt.
Andererseits gelten grobfaseriges Stroh oder stark verholztes Heu als weitere Ursachen für die Entstehung von Magengeschwüren. Daneben spielt auch die Beschaffenheit des Futters im Magen eine wichtige Rolle. Dort sollte sich das Futter mit Magensäure durchmischen lassen.

Funktioniert das nicht, bleibt das Futter „für sich“, während die Magensäure die Wände angreifen kann. Natürlich darf der obligatorische Hinweis nicht fehlen, dass zu jeder Zeit auf eine hohe Futterqualität geachtet werden sollte.

Sollte zum Beispiel während des Gärprozesses der Silage etwas schief gelaufen sein, darf diese natürlich nicht verfüttert werden. Das kann schnell passieren. Ein kleines Loch in der Abdeck-Folie reicht aus, um Sauerstoff eindringen zu lassen, der die anaeroben Prozesse stoppt, womit das Futter hinfällig ist.

Wieso leiden so viele Pferde an Magengeschwüren?

Der Verdauungstrakt der Pferdes ist darauf ausgelegt, den ganzen Tag über Raufutter zu verdauen. Daher wird rund um die Uhr Magensäure produziert. In menschlicher Obhut haben die Pferde allerdings oft nicht den gesamten Tag über Futter zur Verfügung und es häuft sich überschüssige Magensäure an, die dann die Magenschleimhaut schädigt.

Eine weitere Ursache ist Stress, wodurch das Pferd zusätzlich Magensäure produziert, die dann zu einem Überschuss im Magen führen kann, der die Schleimhaut angreift.

5 wichtige Tipps, um den Stress deines Pferdes zu reduzieren, findest du hier.

Wie erkenne ich ein Magengeschwür beim Pferd?

Die Anzeichen von Magengeschwüren beim Pferd können sehr vielfältig sein. Es gibt leider nicht das eine Symptom, dass einen zweifelsfreien Rückschluss auf ein Magengeschwür zulässt.

Eine genaue Tierbeobachtung im Bezug auf das Verhalten, die Futteraufnahme und die körperlichen Anzeichen ist von daher absolut notwendig.

Zu den Anzeichen zählen verminderter Appetit, Gewichtsverlust, daraus resultierend ein Absinken des Leistungsniveaus oder auch stumpfes Fell.  Auch Verhaltensänderungen sind wichtige Hinweise. Pferde und Ponys lieben konstante Abläufe im Alltag. Ein wichtiger Bestandteil der täglichen Routine ist eine Begrüßung, wenn man den Hof betritt.

Erscheint ein Pferd nicht zu diesem Ritual und grenzt sich stattdessen sichtbar ab, ist das ein Hinweis, dass mit diesem Pferd etwas nicht stimmt. Das Verhalten kann sich aber auch dahingehend ändern, dass normalerweise zahme und folgsame Pferde plötzlich mürrisch und aggressiv reagieren.

Es ist übrigens gut möglich, dass solche Änderungen des Verhaltens individueller Pferde erst während der Arbeit sichtbar werden und nicht sofort beim ersten morgendlichen Check auffallen.

Auch mögliche Auslöser für Magengeschwüre beim Pferd, wie suboptimale Fütterung und ein erhöhter Stresslevel des Pferdes sollten in die Betrachtung mit einbezogen werden. 

Mögliche Symptome für ein Magengeschwür beim Pferd sind u.a.:

  • Das Pferd frisst schlecht
  • Das Pferd nimmt ab (Gewichtsverlust)
  • Vermehrtes Gähnen des Pferdes
  • Vermehrtes Flehmen des Pferdes
  • Die Leistung des Pferdes fällt ab
  • Der Allgemeinzustand es Pferdes verschlechtert sich
  • Verhaltensänderungen treten auf

Es ist wichtig, sein Pferd gut zu kennen, denn oft sind kleine Verhaltensänderungen das einzige Anzeichen und eine schnelle Diagnose erspart dem Pferd einen unnötig schmerzhaften Krankheitsverlauf.

Hier findest Du eine komplette Liste möglicher Anzeichen und Symptome rund um das Magengeschwür beim Pferd.

Wenn es ein oder mehrere Symptome gibt, die vermuten lassen, dass das Pferd Magengeschwüre hat, sollte man zur Sicherheit eine Gastroskopie vom Tierarzt durchführen lassen, um das Pferd entsprechend behandeln zu können und mögliche andere Ursachen auszuschließen.

Da einzeln auftretende Symptome, wie beispielsweise Flehmen oder Unrittigkeit, oft nicht direkt mit Magengeschwüren in Verbindung gebracht werden, kommt es häufig vor, dass Magengeschwüre erst spät erkannt werden und dadurch schwerwiegender und entsprechend schmerzhafter für das Pferd sind.

Natürlich können die hier genannten Symptome auch auf andere tiergesundheitliche Probleme hindeuten. Daher ist es entscheidend, bei der Beobachtung und Untersuchung sorgsam vorzugehen ohne vorschnell auf Magengeschwüre zu setzen und das Pferd dementsprechend zu behandeln.

Fehldiagnosen mit für das Tier unnötigen Behandlungen und vor allem Stress sollten unbedingt vermieden werden.

Worauf sollte ich bei einer Gastroskopie bei meinem Pferd achten?

Gastroskopie lautet oftmals die Antwort, wenn es darum geht, zweifelsfrei festzustellen, ob ein Pferd unter Magengeschwüren leidet.

Die Untersuchung wird mit Hilfe eines Endoskops durchgeführt, welches in den Magen des Pferdes eingeführt wird, um die Oberflächen bzgl. Magengeschwüren oder Läsionen kontrollieren zu können.

Damit die Untersuchung an sich problemlos verlaufen kann, muss der Magen natürlich leer sein. Für die Pferde bedeutet eine solche Untersuchung entsprechend 12–24 Stunden zuvor das letzte Mal gefressen und 2–3 Stunden zuvor zuletzt getrunken zu haben.

Weitere Details über die Gastroskopie beim Pferd findest du in diesem Beitrag.

Eine Gastroskopie scheint auf den ersten Blick die beste Lösung zur Diagnose zu sein, hier lauert jedoch noch eine weitere Herausforderung:

Magengeschwüre kommen und gehen – und das teilweise sehr schnell. Findet man also während einer Gastroskopie keinerlei Auffälligkeiten, ist deshalb nicht immer alles gut.

Magengeschwüre können wenige Tage vor der Untersuchung da gewesen und mittlerweile wieder verschwunden sein – oder sie treten erst zwei Tage nach der „zufriedenstellenden“ Untersuchung auf.

Auch jetzt heißt es also weiterhin wachsam bleiben und alle Wege der Vorbeugung von Magengeschwüren beim Pferd ausschöpfen, wie der Tierarzt Dr. Siegfried Eiler hier berichtet.

Wie lange dauert die Behandlung eines Magengeschwürs beim Pferd?

Bei der optimalen Behandlung mit Medikamenten, wie zum Beispiel GastroGard, geht es dem Pferd bereits nach wenigen Tagen besser.

Dennoch muss diese Therapie über einen Zeitraum vom mehreren Wochen fortgeführt werden, damit sich die Magenschleimhaut vollständig regenerieren kann. 

Welche Kosten für die Behandlung eines Magengeschwürs beim Pferd entstehen, kannst Du hier nachlesen.

Nach einer medikamentösen Behandlung empfiehlt es sich, konsequent Prävention zu betreiben, um einen Rückfall zu vermeiden. Equine 74 Gastric kann dabei einen wichtigen Beitrag leisten.