Oft liest man, dass solche oder jene Rasse häufiger von Magengeschwüren betroffen ist als andere Rassen. Doch, kann dies wirklich verallgemeinert werden?
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Grundsätzlich ist das Verdauungssystem des Pferdes, genauer gesagt aller Pferderassen und Pferdetypen, gleich aufgebaut: Sie haben einen Magen, sind auf ausreichend Rohfaser angewiesen und verdauen diese im Dickdarm, genauer gesagt im Blinddarm. Äußerlich mögen sie sich teilweise stärker voneinander unterscheiden, wenn man zum Beispiel ein Shetlandpony einem Araber gegenüberstellt oder ein Englisches Vollblut einem Schwarwälder Fuchs. Doch die Verdauung dieser sehr von ihrem Exterieur und Interieur her unterschiedlichen Pferde ist vom Aufbau und den Funktionen her nahezu identisch. 

Doch ist nun etwas dran an den Behauptungen, dass manche Pferde(rassen) oder -typen häufiger von Magengeschwüren betroffen sind als andere?


Die Fütterung ist ein stark in Foren diskutierter Klassiker.


Der Sache auf den Grund kommen könnte man, indem man die Hauptursachen von Magengeschwüren betrachtet. Hierzu gehören Stress, Fütterung und Haltung. Der Hauptauslöser Stress kann natürlich in allen Bereichen “zuschlagen” - so kann Stress durch Training und Turniere ursächlich für Magenprobleme sein, aber auch Stress durch die Haltung des Pferdes: Boxen in belebten und stark frequentierten Teilen des Reitstalls, unbeliebte Boxennachbarn oder eine ungünstige Herdenkonstellation, wobei letztere rangniedriger und ranghohe Pferde gleichermaßen stressen kann.


Die Ursache oder eher gesagt die gesamte Thematik “Fütterung” ist ein stark in den Foren diskutierter Klassiker: Welches Kraftfutter füttere ich meinem magenempfindlichen Pferd oder lasse ich es besser ganz weg? Heu lieber vom Boden oder aus dem Netz und was ist zu tun, wenn das Pferd Magengeschwüre hat, aber gleichzeitig viel zu dick ist? 

Fütterung aus Sicht eines Sportpferdes uns aus Sicht eines Naturrassetyps


Auch das Thema Fütterung kann bzw. muss man aus zwei verschiedenen Perspektiven betrachten. Hier lässt sich das Ganze aus Sicht des Sportpferdes und aus Sicht des im Naturrassetyp stehenden Freizeitpferdes betrachten.So kann die Fütterung bei zwei völlig unterschiedlichen Pferden, nehmen wir als Beispiel das Englische Vollblut im Galopprennsport und der freizeitmäßig gerittene Isländer, dennoch als Ursache für das Auftreten von Magengeschwüren verantwortlich sein, auch wenn diese bei beiden Pferden komplett unterschiedlich ist.

Die Gründe liegen möglicherweise darin, dass der Vollblüter vermutlich sehr Kraftfutter-basiert gefüttert wird und der Isländer, der deutlich im Naturrassetyp steht, weniger die Fähigkeit besitzt, Amylase im Dünndarm zu bilden. Diese wird benötigt, um Zucker und Stärke zu spalten. Generell kann man also sagen, dass Naturrassevetreter, also unter anderem auch Shetlandponys, Norweger, Exmoorponys sowie viele andere Pony- und Kleinpferderassen, schlechter mit einer stärke- und zuckerreichen Fütterung zurechtkommen als blutgeprägte Pferde und viel schneller übersäuern, was die Entstehung von Magengeschwüren erheblich begünstigt.


Was leistet das Pferd, was verträgt das Pferd?


Daher ist bei der Fütterung nicht nur zu beachten, was das Pferd leistet, sondern auch was das Pferd verträgt. Nun ist es meist so, dass Pferde im Naturrassetyp meist so oder so anders gearbeitet werden als blutgeprägte Hochleistungspferde, jedoch sollte auch bei einem im sportlichen Einsatz stehenden Naturrasseverteter darauf geachtet werden, dass Kraftfutter nur sehr dosiert eingesetzt wird und diese Pferde häufig mit Raufutter ausreichend “bedient” sind. In dem Zuge sollte dann natürlich auch darauf geachtet werden, dass diese Pferde bereits neben Reheschüben auch  Magenproblematiken entwickeln können, wenn sie auf zu jungem Gras stehen, da dort der Zuckergehalt höher und der Rohfasergehalt niedriger ist als in älterem Gras.


Mehr zum Thema

Auf unserer Themenseite Fütterung von Pferden mit Magenproblemen findest du viele weitere Informationen rund um die Pferdefütterung. 


Magenkranke Pferde benötigen zusätzliche Unterstützung. Es ist wichtig zu wissen, welche Futtermittel für dein Pferd geeignet sind und welche eher vermieden werden sollten.