Pferde mit Magengeschwüren zeigen häufig ein verändertes Trinkverhalten. Allerdings kann man nicht pauschal sagen, dass jeder Magenpatient mehr oder weniger Wasser säuft, da es von Pferd zu Pferd unterschiedlich sein kann, ob es eine niedrigere oder eine höhere Wasseraufnahme hat als normalerweise.

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Wann trinken Magenpatienten weniger und wann trinken sie mehr?

Es lässt sich vermuten, dass Magenpatienten dann weniger trinken, wenn durch die Wasseraufnahme zusätzliche Magenschmerzen und leichte Koliken verursacht werden. Dies kann vor allem durch sehr kaltes Wasser hervorgerufen werden. Menschen, die unter einer Gastritis leiden, berichten ebenfalls von Magenbeschwerden, wenn sie kalte Getränke oder Speisen zu sich nehmen. Die Kälte bewirkt, dass sich die Blutgefäße in der Magenschleimhaut zusammenziehen, was den Reiz auf diese erhöht. Folglich reduzieren die Pferde die Wasseraufnahme.

Eine erhöhte Wasseraufnahme lässt sich dadurch begründen, dass die Konzentration der Säure im Magen durch mehr Wasser verringert wird und somit auch die Aggressivität des Magensaftes, was dazu führt, dass die Magenschleimhaut weniger gereizt und somit die Schmerzen gelindert werden.

Beobachtet wird eine erhöhte Wasseraufnahme vor allem nach der Kraftfutteraufnahme, da es dann zu einer erhöhten Säurekonzentration im Magen kommt – zum einen durch die Bildung von Milch-, Butter- und Essigsäure beim Stärkeabbau und zum anderen durch weniger Speichelbildung beim Kauen von Kraftfutter, welches schneller abgeschluckt wird. Zudem ist das Kraftfutter weniger strukturiert, was eine Aufnahme der Magensäure erschwert, welche dann einfach weiter im Magen umherschwappt, während das Kraftfutter wie ein Boot darin schwimmt.

Wie erkenne ich, ob mein Pferd weniger oder mehr trinkt?

Aufgrund von Selbsttränken fällt es vielen Pferdebesitzern nicht auf, dass ihr Pferd mehr oder weniger trinkt als üblich. Besteht der Verdacht, dass sich das Trinkverhalten deines Pferdes geändert hat, solltst du dies kontrollieren, indem du die Selbsttränke abstellt und das Pferd für ein paar Tage aus einem Eimer oder einer Wanne tränkst.

Auch hier empfiehlt sich die Verwendung einer Checkliste, damit du dir ein strukturierteres Bild von der Situation machen und beurteilen kannst ob sich das Trinkverhalten deines Pferdes seit einiger Zeit verändert hat und daher Grund zur Sorge geben könnte. Dann kannst du deinen Tierarzt informieren, um wirklich sicher zu sein, ob dein Pferd an einem Magengeschwür leidet.

Wie viel trinkt ein Pferd normalerweise pro Tag?

Die tägliche Wassermenge eines 600 kg schweren Pferde liegt bei ca. 30-60 l. Wie viel das Pferd trinkt, ist jedoch stark vom Wetter, der Arbeitsleistung, der Haltungsform und dem Futter sowie der Jahreszeit abhängig. Ein Pferd, das viel arbeitet und schwitzt, benötigt mehr Wasser als ein Pferd, das nur auf der Weide steht und Gras frisst. Und auch im Sommer ist der Wasserbedarf höher als im Winter, da die Pferde im Sommer mehr Flüssigkeit über die Haut verlieren.

Allerdings sinkt die Trinkmenge mit steigendem Wassergehalt im Futter, da die Pferde einen Teil des Wasserbedarfs mit der Aufnahme des feuchteren Futters decken. Daher trinken Pferde, die auf der Weide gehalten werden und Gras fressen, weniger Wasser als Pferde, die ausschließlich Heu fressen.

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Magengeschwüre beim Pferd – Vorstellung der wichtigsten Fakten und Informationen zu Symptomen, Ursachen und Prävention von Magengeschwüren beim Pferd.