Magengeschwüre beim Pferd - Symptome, Ursachen, Prävention

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Viele Wege führen zum Magengeschwür beim Pferd.

Schaut man sich die kursierenden Prozentzahlen an, die sich im Bereich von 60-90% betroffener Tiere bewegen, kann man davon ausgehen, dass kaum ein Tier in seinem Leben um eine Diagnose herumkommt.

Fehlende spezifische Symptome, die zweifellos auf Magengeschwüre hinweisen in Kombination mit vielen Faktoren, die gemeinsam ein Auftreten begünstigen und letztlich die Magengeschwüre selbst machen es Tierhalterinnen und Tierhaltern nicht leicht - ein Drahtseil-Akt zwischen Prävention und Alltag.

In diesem Blogbeitrag beschreiben, erklären und informieren wir umfassend über diese Themen:

  • Was ist ein Magengeschwür?
  • Welche Symptome zeigen Pferde mit Magengeschwüren?
  • Was sind die Ursachen und wie kann ich als Pferdebesitzer präventiv vorgehen?
  • Wie ist die Fütterung und Rationsgestaltung zu überdenken?
  • Im Falle eines Falles, wie läuft eine Gastroskopie eigentlich ab?
  • Welche Behandlungsgmöglichkeiten gibt es für Pferde mit Magengeschwüren und wie stehen die Chancen: 
  • Kann ich ein Pferd, das unter Magengeschwüren gelitten hat, wieder aktiv reiten?

Was ist ein Magengeschwür bei einem Pferd?

Der übliche Begriff dafür ist EGUS - offenkundig eine Abkürzung und zwar für die englische Bezeichnung Equine Gastric Ulcer Syndrome.

Grundsätzlich entstehen Magengeschwüre dort, wo Läsionen auftreten, hervorgerufen durch Verletzungen der Magenschleimhaut.

Es wird dabei zwischen drei verschiedenen Formen der Schädigung unterschieden:

  • Entzündung
  • Erosion
  • und Ulzera

Mittlerweile ist EGUS „nur“ noch der Oberbegriff für diese Problematik.

Abhängig vom Auftreten gibt es daher noch ESGUS (equine squamous gastric ulcer syndrome) und EGGUS (equine glandular gastric ulcer syndrome).

Diese Unterscheidung ist wichtig aufgrund unterschiedlicher Ansätze während der späteren Behandlung.

Wie erkenne ich ein Magengeschwür beim Pferd?

Da es keine spezifischen Symptome gibt, die zweifellos auf Magengeschwüre und Magenentzündung hindeuten, ist eine genaue Tierbeobachtung in Bezug auf das Verhalten, die Futteraufnahme und körperliche Anzeichen durch das Pferd betreuende Menschen absolut notwendig.

Dazu zählen verminderter Appetit, Gewichtsverlust, daraus resultierend ein Absinken des Leistungsniveaus oder auch stumpfes Fell.

Ebenso zählen Verhaltensänderungen dazu.

Pferde und Ponys lieben konstante Abläufe im Alltag.

Ein wichtiger Bestandteil der täglichen Routine ist eine Begrüßung, wenn man den Hof betritt.

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Erscheint ein Pferd nicht zu diesem Ritual und grenzt sich stattdessen sichtbar ab, ist das ein Hinweis, dass mit diesem Pferd etwas nicht stimmt.

Das Verhalten kann sich aber auch dahingehend ändern, dass normalerweise zahme und folgsame Pferde plötzlich mürrisch und aggressiv reagieren.

Es ist übrigens gut möglich, dass solche Änderungen des Verhaltens individueller Pferde erst während der Arbeit sichtbar werden und nicht sofort beim ersten morgendlichen Check auffallen.

Folgende Symptome gelten im Zusammenhang der Tierbeobachtung schon als Hinweise auf einen schwereren Krankheitsverlauf:

Ganz wichtig:

Natürlich können die hier genannten Symptome auch auf andere tiergesundheitliche Probleme hindeuten.

Daher ist es entscheidend, bei der Beobachtung und Untersuchung sorgsam vorzugehen ohne vorschnell auf Magengeschwüre zu setzen und das Pferd dementsprechend zu behandeln.

Fehldiagnosen mit für das Tier unnötigen Behandlungen und vor allem Stress sollten unbedingt vermieden werden.

Wie kann ich das Auftreten eines Magengeschwürs beim Pferd verhindern?

Die Ursachen für Magenentzündungen und solche Geschwüre sind multifaktoriell.

Hier ist es also ähnlich wie bei den Symptomen: es gibt nicht die eine Ursache, vielmehr handelt es sich um das Zusammenspiel mehrerer Faktoren, die ein Auftreten begünstigen und das Setzen von Prioritäten für eine effektive Prävention erschwert – wobei das Fütterungsmanagement, das zu oft zu lange Fresspausen beinhaltet, sicherlich nicht unterschätzt werden sollte.

Neben der Verfügbarkeit spielt auch die Rationsgestaltung eine entscheidende Rolle: zu viel Kraftfutter führt zu Stoffwechselstörungen.

Auch der große Favorit unter den Ursachen, mindestens aber Begünstigung tiergesundheitlicher Probleme taucht hier auf: Stress.

Die Vermeidung von Stress für das Pferd sollte bei der Prävention eine wichtige Rolle spielen – nicht nur, weil Stress als eine mehrerer Ursachen für Magengeschwüre bei Pferden und solche Entzündungen angesehen wird.

Jetzt ist Stress ein sehr weitreichender Begriff, kann aber grundsätzlich als Störfaktor im körperlich angestrebten Gleichgewichtszustand des Pferdes angesehen werden.

In der Praxis führt dieser dann zu einer verminderten Durchblutung der Schleimhäute und vermehrter Produktion von Magensäure.

Die Weichen für diese inneren Vorgänge werden allerdings außen gestellt.

Dazu gehört zum Beispiel die Trennung von Freundschaften, weil ein Pferd „umzieht“ - ebenso gut kann aber auch das Gegenteil zutreffen, wenn Pferde sich nicht ausstehen können, es aber auch nicht wirklich möglich ist, sich aus dem Weg zu gehen.

Tatsächlich kann auch die Verteilung des Futters zu Stress führen.

Tiere lieben feste Abläufe und haben ein gutes Gefühl, wann es zum Beispiel Zeit fürs Futter wird.

Wird dieses nicht pünktlich angeliefert, kann auch das Stress verursachen - schlimmstenfalls entwickelt sich sogar untereinander ein Konkurrenzdenken und Aggressionen in der Herde möchte niemand.

Der Klassiker unter jenen Faktoren, die bei Pferden zu einer Menge Stress führen, darf natürlich nicht fehlen:

Klinikaufenthalte mit ungewohnter Umgebung, fremden Gerüchen und dann fühlt man sich in der Regel auch noch schlecht.

An dieser Stelle spielen auch jene Menschen eine wichtige Rolle, die die Tiere begleiten.

Als Vertrauensperson mit einer ruhigen und besonnenen Art können sie den Tieren einiges an Stress nehmen oder direkt verhindern.

Gut, jetzt könnte man dieses Szenario der Klinik-Besuche lässig beiseite schieben, schließlich sollten Aufenthalte in der Tierklinik nicht den großen Teil des Alltags vereinnahmen.

Aber auch Transporte – bspw. zu Veranstaltungen und Wettbewerben –  können sich für Pferde zu Stressoren entwickeln.

Das Gleiche gilt für das Training, womit wir wieder einen konkreten Bogen zum Thema dieser Seite schlagen können: Magenentzündung und Magengeschwüre.

Bei forcierter Gangart wird die Aktivität der Verdauung zurückgefahren und die Blutzufuhr verringert, während gleichzeitig Magensaft in den drüsenlosen Teil des Pferdemagens gelangt.

Regelmäßige Pausen zwischen den Trainingseinheiten können das verhindern.

Eine ausgewogene Ernährung deines Pferdes ist ein wichtiger Bestandteil bei der Vermeidung von Magengeschwüren.

Das führt uns direkt zur Fütterung und Rationsgestaltung.

Auch hier gilt der Grundsatz, dass eine ausgewogene Ernährung das angestrebte Ziel sein sollte.

Eine kontinuierliche Versorgung mit Futter und – ganz wichtig – Heu muss gewährleistet sein, um Stoffwechselstörungen zu vermeiden.

Dieser Aspekt der Fütterung ist besonders wichtig, wenn die verfütterte Ration aus Kraftfutter sowie Raufutter besteht.

Als Orientierung bei der Berechnung und Zusammenstellung der korrekten Ration, dient oft ein 500 Kilogramm schweres und gesundes Pferd mit durchschnittlicher Aktivität, sprich: es steht weder sein ganzes Leben im Stall noch muss es exzessiv hart arbeiten.

Für ein solches Pferd wird eine Heu-Menge empfohlen, die 2% seines Körpergewichtes beträgt.

Bei unserem Modell-Pferd kommen wir da auf 10 Kilogramm.

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Da sich das alltägliche Leben eines Pferdes in menschlicher Obhut von jenem eines Wildpferdes deutlich unterscheidet, sollten Sie zumindest dafür sorgen, dass auch während der Nacht genügend Futter zur Verfügung steht, damit das Pferd kontinuierlich davon fressen kann.

Die Relevanz dieser Empfehlung erschließt sich bei näherer Betrachtung des Pferdemagens und seiner Physiologie sowie des Lebensstils in freier Wildbahn lebender Pferde.

Magensäure wird bei Pferden permanent – also unabhängig von der Nahrungsaufnahme – produziert.

Was in der Tierhaltung und den dortigen Fütterungsintervallen zu einem Problem werden kann, ist in der Natur ein hervorragendes Konzept.

Als Weidetiere stehen sie geradezu mit ihren Hufen im Futter.

Sie können also ständig darauf zugreifen und der Magen ist permanent bereit für die Verdauung.

Dabei geht es nicht nur um den Magen selbst.

Der Speichel eines Pferdes enthält Bicarbonat, das sich wie ein Puffer zur Magensäure verhält und den Magen auf diese Weise vor Schäden bewahrt.

Durch regelmäßige Aufnahme und gutes Einspeicheln des Futters vor dem Abschlucken ist die ausgleichende Puffer-Funktion sichergestellt.

Das ist wieder ein spannender Moment: einerseits ist es wichtig, dass die Tiere ihr Futter sorgfältig einspeicheln, was bei faser-reichem Futter deutlich leichter fällt.

Andererseits gelten grobfaseriges Stroh oder stark verholztes Heu als weitere Ursachen für die Entstehung von Magengeschwüren.

Daneben spielt auch die Beschaffenheit des Futters im Magen eine wichtige Rolle.

Dort sollte sich das Futter mit Magensäure durchmischen lassen.

Funktioniert das nicht, bleibt das Futter „für sich“, während die Magensäure die Wände angreifen kann.

Natürlich darf der obligatorische Hinweis nicht fehlen, dass zu jeder Zeit auf eine hohe Futterqualität geachtet werden sollte.

Sollte zum Beispiel während des Gärprozesses der Silage etwas schief gelaufen sein, darf diese natürlich nicht verfüttert werden.

Das kann schnell passieren.

Ein kleines Loch in der Abdeck-Folie reicht aus, um Sauerstoff eindringen zu lassen, der die anaeroben Prozesse stoppt, womit das Futter hinfällig ist.

Wie wird ein Magengeschwür diagnostiziert?

So läuft eine Gastroskopie bei deinem Pferd ab!

Prävention hin oder her – die eingangs erwähnten Zahlen lassen erahnen, dass es da noch viel Luft nach oben gibt.

Gastroskopie lautet oftmals die Antwort, wenn es darum geht sicherzustellen, dass ein Pferd unter Magengeschwüren leidet.

Die Untersuchung wird mit Hilfe eines Endoskops durchgeführt, welches in den Magen des Pferdes eingeführt wird, um die Oberflächen bzgl. Magengeschwüren oder Läsionen kontrollieren zu können.

Damit die Untersuchung an sich problemlos verlaufen kann, muss der Magen natürlich leer sein.

Vergessen wir also für einen kurzen Moment die Empfehlungen, die wir zur Prävention gelernt haben.

Für die Pferde bedeutet eine solche Untersuchung 12–24 Stunden zuvor das letzte Mal gefressen und 2–3 Stunden zuvor zuletzt getrunken zu haben.

Das sind die Grundlagen.

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Während eine Gastroskopie also auf den ersten Blick wie die beste Lösung zur Diagnose erscheint, lauert hier noch eine weitere Herausforderung.

Magengeschwüre kommen und gehen – und das teilweise sehr schnell.

Findet man also während einer Gastroskopie keinerlei Auffälligkeiten, ist deshalb nicht alles gut.

Magengeschwüre können wenige Tage vor der Untersuchung da gewesen und mittlerweile wieder verschwunden sein – oder sie treten erst zwei Tage nach der „zufriedenstellenden“ Untersuchung auf.

Genau deshalb ist eine genaue Beobachtung der Pferde bei gleichzeitiger Kenntnis über die eingangs erwähnten relevanten Symptome auch so wichtig.

In diesem Zusammenhang sollten auch die individuellen Eigenarten Tiere im gesunden Zustand bekannt sein, um Abweichungen im Verhalten erkennen zu können.

Eine weitere Herausforderung liegt in der vereinfachten Darstellung der kommenden und gehenden Magengeschwüre.

Tatsächlich wurde in einigen Studien nachgewiesen, dass Bakterien im Magen jene von den Geschwüren befallenen Stellen besiedelt und damit den Heilungsprozess verhindert, mindestens aber deutlich verlangsamt haben.

Zu Forschungszwecken hat man dabei Ratten verwendet, da diese über einen dem Pferd ähnlichen Magen verfügen.

Nachdem den Ratten die Antibiotika Streptomycin und/oder Penicillin verabreicht wurden, stand dem Heilungsprozess der Magengeschwüre nichts mehr im Wege.

Das Review-Paper, auf welches wir uns hier beziehen ist am Ende des Blogartikels aufgelistet und frei zugänglich.

Wir zitieren einmal den hier entscheidenden Ausschnitt aufgrund der dort erwähnten relevanten Quellen:

Wenn sich Magengeschwüre gebildet haben, werden andere Bakterien in die Hemmung der Geschwürheilung einbezogen.

Bakterien, einschließlich E. coli, wurden aus dem Magen von Pferden gezüchtet (Al Jassim et al. 2006).

Bei Ratten, die einen Magen haben, der dem der Pferde ähnelt, wurde E. Coli oral verabreicht, kolonisierte schnell Essigsäure-induzierte Magengeschwüre und beeinträchtigte die Heilung (Elliott et al. 1998).

Orale Antibiotikabehandlung mit Streptomycin und/oder Penicillin unterdrückte bakterielle Besiedlung von Geschwüren und beschleunigte die Heilung des Magengeschwürs.

Auch die orale Verabreichung von Lactulose führte zu einem Anstieg des Wachstums von Lactobacillus spp. und zur Kolonisierung des Ulkusbettes.

Eine beschleunigte Geschwürheilung wurde bei den Ratten im Vergleich zu Placebo-behandelten Kontrollgruppen beobachtet.

So kann die bakterielle Besiedlung von Magengeschwüren im Magen von Pferden die Geschwürheilung verzögern und in diesem Fall kann eine Behandlung mit Antibiotika angezeigt sein.

Weitaus üblicher als die Behandlung von Magengeschwüren mit Antibiotika ist die Verwendung von sogenannten Inhibitoren, die die Produktion von Magensäure stoppen und/oder die Schleimhäute schützen.

Als dauerhafte Lösung empfiehlt sich diese Art der Behandlung aber nicht, schließlich erfüllt die Magensäure grundsätzlich jene wichtige Funktion, dass sie zuvor gebildete Mikroben abtötet und so erst die Eiweiß-Verdauung ermöglicht.

Schlimmstenfalls führt eine Unterdrückung der Magensäure-Produktion über einen längeren Zeitraum zu bakteriellen Infektionen.

Prävention gegen Magengeschwüre kompakt:

Die wichtigsten 5 Punkte zur Prävention von Magenentzündung und Magengeschwüren beim Pferd!

Für jene Menschen, die sich von diesem Artikel jetzt etwas überfordert fühlen, gibt es noch einen kompakten 5 Punkte-Plan der American Association of Equine Practitioners (AAEP) zur Prävention von Magengeschwüren.

Dieser Plan ist Teil einer Art Whitepaper, welches ebenfalls leicht über Google zu finden und frei zugänglich ist.

Autorin ist Tierärztin Beth Davis von der Kansas State University:

  1. Ermöglicht Euren Tieren Zugang zu Grass oder Heu. Pferde sind ursprünglich Weidetiere mit konstanter Möglichkeit Raufutter zu fressen.

  2. Versuche die Boxen im Stall so zu belegen, dass ein Pferd jene anderen Pferde sehen kann, mit denen es draußen gerne Zeit verbringt.

    Der zweite Satz ist dabei ganz interessant: die American Association of Equine Practitioners (AAEP) empfiehlt Spielzeug.

    Man solle den Pferden bspw. einen Ball anbieten, mit denen sich die Tiere in ihrer Box beschäftigen können.

    Das baut Stress ab und beugt damit natürlich auch aggressivem Verhalten vor.

    Vielleicht vergessen sie darüber auch den einen oder anderen Frust.

  3. Dieser Punkt schließt sich direkt an den ersten an mit der Empfehlung einer regelmäßigeren Fütterung, damit der bicarbonathaltige Speichel der Tiere seiner Puffer-Wirkung im Magen nachkommen kann und so die Bildung von Magengeschwüren zu verhindern ermöglicht.

  4. Verfüttere Deinen Pferden möglichst wenig Getreide, das zur Bildung flüchtiger Fettsäuren beiträgt.

  5. Zwar besteht die Möglichkeit medikamentöser Behandlungen, um die Produktion der Magensäure zu senken, diese sollten aber erst dann zum Einsatz kommen, wenn sich Ursachen für die Probleme nicht einfach beheben lassen.

Kann ich ein Pferd, das unter Magengeschwüren gelitten hat, wieder aktiv reiten?

Wenn bei deinem Pferd Magengeschwüre diagnostiziert wurden, solltest du zunächst schauen und ggf. Rücksprache mit deinem Tierarzt halten, ob es sinnvoll ist, das Pferd in dieser Zeit zu reiten.

Die Schmerzen eines akuten Magengeschwürs sind meist so groß, dass zum Wohle des Pferdes, auf das Arbeiten verzichtet werden sollte, da es sehr unangenehm und schmerzhaft für das Pferd ist, wenn durch die Bewegung die Magensäure hin- und herschwappt und dabei an die verletzten Stellen gelangt. Eine Auszeit für das Pferd ist daher in den meisten Fällen wirksamer für die Regeneration des Pferdes bzw. seines Magens.

Bevor angefangen wird, das Pferd langsam wieder anzutrainieren, sollte man zunächst die Magenprobleme sowie die Ursachen in den Griff bekommen haben. Das Reiten sollte zunächst sehr behutsam erfolgen, denn das Pferd soll wieder Spaß an der Arbeit unter dem Sattel bekommen und dies nicht mit Magenschmerzen verbinden. Es ist wichtig, auf das Pferd zu hören und Signale des Pferdes zu deuten.

Wenn das Pferd lieber ins Gelände geht oder sich im Galopp wesentlich besser löst als im Trab, sollte man das Pferd entsprechend reiten, damit es wieder motiviert mitarbeitet."

Ausblick:

Eingangs beschrieben wir, dass viele Wege zum Magengeschwür führen.

Die Empfehlungen bezüglich präventiver Maßnahmen, damit Magengeschwüre gar nicht erst aufkommen, sind zwar eindeutig und geben daher eine gute Orientierung, allerdings müssen sie sich auch gut in den Alltag einbinden lassen - und Stress lässt sich nicht immer vermeiden.

Eine genauere Betrachtung der einzelnen Aspekte und wie sich ein Magen aus der Wildnis mit einem Pferdeleben in menschlicher Obhut vereinbaren lässt, darum wird es in weiteren Teilen gehen.

In diesem Beitrag verwendete Quellen:

Science:

Overview:

Equine gastric ulcer syndrome:
The continuing conundrum (EQUINE VETERINARY JOURNAL Equine vet. J. (2009) 41 (1) 00-00 doi:

Keeping Horses Healthy:
Update on Equine Gastric Ulcers (Beth Davis, DVM, PhD, DACVIM Kansas State University Manhattan, Kansas)

Wer sich nach der Lektüre der oben dargestellten 5 Punkte für weitere Infos der American Association of Equine Practitioners (AAEP) interessiert, schaut gerne hier: www.myHorseMatters.com

„Magengeschwüre beim Pferd erkennen und verhindern“ von Dr. Meyer (IWEST) im Magazin Endurance Insight, Ausgabe Mai/Juni 2010