Geht man einmal durch einen Reitstall und schaut etwas genauer hin, fällt auf, dass für die meisten Pferde neben Raufutter vor allem Müsli und Pellets auf dem Futterplan stehen.

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Warum wird Hafer vom Futterplan verbannt?

Viele Pferdebesitzer haben Angst, dass ihr Pferd im wahrsten Sinne des Wortes vom Hafer gestochen wird und sie es unter dem Sattel nicht mehr bändigen können. Dadurch wird häufig auf Hafer verzichtet und auf Müsli oder Pellets umgestiegen.

Hinzukommt die „Müslibewegung“, die von der menschlichen Ernährung in die Pferdefütterung rübergeschwappt ist. Abwechslung auf dem Teller mit „ein bisschen hier, ein bisschen da“ macht das Essen zum Erlebnis und so soll es auch für den vierbeinigen Partner sein.

Nicht zu vergessen, dass der Großteil der Pferde eigentlich gar kein oder kaum Kraftfutter benötigt. Aber so ganz ohne soll das eigene Pferd dann auch nicht dar stehen, wenn alle anderen zufrieden kauend mit dem Maul in der Krippe wühlen. Zumal viele Pferde dann anfangen, gegen die Boxenwände zu schlagen oder den Boxennachbarn beim Fressen stören.

Hafer - das Kraftfuttermittel für Pferde schlechthin!

In seiner Zusammensetzung ist Hafer unter allen Getreidesorten einzigartig. Aufgrund des vergleichsweise hohen Spelzenanteils verfügt Hafer über einen hohen Gehalt an Rohfaser, wodurch das Pferd intensiver Kauen muss und somit das aufgenommene Futter besser einspeichelt. Dies hat, neben den enthaltenen Schleimstoffen, die die Magen- und Darmschleimhäute schützen, einen positiven Effekt auf den Verdauungstrakt.

Der hohe Anteil an Fett (5-7 %) macht Hafer zu einem guten Energielieferanten. Hierbei haben die zwei- bis mehrfach ungesättigten Fettsäuren einen positiven Effekt auf die Gesundheit des Pferdes. Mit etwa 9-11 % stellt der Eiweißgehalt keine Gefahr einer zu eiweißreichen Fütterung dar. Positiv ist hier der hohe Anteil der essentiellen Aminosäuren. Auch zu erwähnen ist der hohe Gehalt an Mengen- sowie Spurenelementen und Vitaminen. Jedoch sei der vergleichsweise niedrige Gehalt an Calcium im Vergleich zu Phosphor zu beachten, was eine Supplementierug mit einem calciumreichen Mineralfutter unumgänglich macht.

Hafer ganz oder gequetscht?

Hafer kann sowohl ganz als auch gequetscht verfüttert werden. Wird Hafer ganz verfüttert, ist es nicht unnormal, dass vereinzelt ganze Haferkörner mit dem Kot ausgeschieden werden, da die Verdaulichkeit des Hafers nicht bei 100 %, sondern bei ca. 85 % liegt. Dies ist jedoch kein Grund zur Panik. Es muss nicht sofort das Gebiss des Pferdes kontrolliert oder der Hafer gequetscht werden. Sofern das Pferd keine Probleme mit den Zähnen oder mit der Verdauung hat oder schon älter ist, ist es in der Lage ganzen Hafer zur verdauen und zu verwerten.

Wenn Hafer gequetscht verfüttert wird, sollte dies aufgrund der kurzen Haltbarkeit unverzüglich nach dem Quetschen erfolgen. Durch das Quetschen gelangt Sauerstoff an die im Korn eingeschlossenen ungesättigten Fettsäuren im Hafer, wodurch diese oxidieren, d.h. ranzig werden. Dies beeinträchtigt nicht nur den Geschmack, sondern ist zusätzlich auch ungesund für das Pferd.

Grüner, schwarzer, weißer oder goldener Hafer?

Es gibt verschiedene Haferarten - grünen, schwarzen, weißen und goldenen Hafer. Diese werden häufig unterschiedlich stark am Markt beworben und weisen teilweise enorme Preisunterschiede auf. Was jedoch die wenigsten wissen, ist, dass das wesentliche Unterscheidungsmerkmal lediglich die Farbe ist. Die Zusammensetzung der Haferarten ist nahezu identisch.

Auf die Qualität kommt es an

Während die Unterschiede der verschiedenen Haferarten gering sind, kann es jedoch bei der Qualität des Hafers zu enormen Unterschieden kommen. Als grobe Faustzahl gilt ein Hektolitergewicht von mindestens 45-55 kg/hl, wobei das Gewicht mit steigender Qualität steigt.

Eine simple Methode, die Qualität des Hafers selbst zu testen, ist die Wasserglasmethode, bei der man eine Hand voll Hafer in ein mit Leitungswasser gefülltes Glas gibt. Je mehr Körner nach unten sinken, desto schwerer ist der Hafer und somit besser die Qualität. Eine starke Trübung des Wassers ist ein Indiz dafür, dass viele Schmutzpartikel und Milbenkot am Hafer haften.

Zusammengefasst kann man also sagen, dass Hafer aufgrund seiner guten Eigenschaften das Pferdegetreide schlechthin ist und bei entsprechender Mineralfuttersupplementierung problemlos als alleiniges Kraftfutter für fast jedes Pferd, welches seinen Bedarf nicht ausschließlich über Raufutter decken kann, geeignet ist.

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