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Jod in der Pferdefütterung: Das ist zu beachten!

Geschrieben von Tanja Dietz | 19. Mai 2020

Unsere Pferde benötigen, wie wir Menschen, Jod vor alle für die Bildung von Schilddrüsenhormonen. Diese beeinflussen sowohl den Fett-, als auch den Eiweiß- und den Kohlenhydratstoffwechsel und regulieren so den Grundumsatz des Pferdes. Außerdem beeinflussen sie den Knochenstoffwechsel (Steigerung des Calcium- und Phosphatumsatzes), steuern die Muskulatur sowie das Nervensystem und haben Auswirkungen auf den Sauerstoffverbrauch, den Blutdruck und die Körpertemperatur.

Der Jodbedarf bei Pferden liegt ungefähr zwischen 0,3 und 0,5 mg pro 100 kg Körpergewicht, je nach Alter und Leistung. Mit steigendem Alter geht der Jodbedarf zurück, wobei dieser wiederum durch Leistung entsprechend ansteigt. So liegt der Bedarf beim Fohlen beispielsweise bei 0,5 mg Jod pro 100 kg, beim ausgewachsenen Pferd im Erhaltungsbedarf bei 0,3 mg pro Tag und beim Pferd, das täglich gearbeitet wird, bei 0,4 mg pro Tag.

Jodmangel und -überschuss bei Pferden vermeiden

 

Ein Jodmangel führt zur Verringerung des Grundumsatzes und ist erkennbar durch eine Gewichtszunahme bei fehlendem Appetit, Müdigkeit, Leistungsschwäche und Fellproblemen. Ein niedriger Blutdruck kann ein weiteres Anzeichen für einen Jodmangel sein. Im Gegensatz zum Mangel führt der Jodüberschuss zu einer vermehrten Synthese der Schilddrüsenhormone, was sich durch ein Abmagern des Pferdes trotz guter Futteraufnahme äußert.

Jodbedarf durch Mineralfutter decken

 

Da die tägliche Heu- (und Kraftfutter-)aufnahme, den Jodbedarf allerdings in der Regel nicht decken, sollte dem Pferd gezielt und bedarfsgerecht Mineralfutter zugefüttert werden. Jod ist vor allem in Meeresalgen enthalten, daher kann es bei der Futterergänzung mit Meeresalgenmehlen schnell zu einer Überversorgung mit Jod kommen. Die in Equine 74 enthaltene Alge ist aber keine Jodquelle, wie klassische Meeresalgen, da die tägliche Zufuhr bei der Zufütterung von 50 g Equine 74 lediglich 0,18 mg Jod beträgt und somit der Jodhaushalt hierdurch nicht beeinflusst wird.

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