„Irgendwie arbeitet mein Pferd nicht mehr richtig mit, ist unrittig, bockt.“ – diesen Satz hört man von vielen Reitern, deren Pferde unter Magengeschwüren leiden. Unrittigkeit ist ein weit verbreitetes Symptom unter Magenpatienten.

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Wieso sind Pferde auf einmal unrittig?

Wenn Pferde unrittig sind, nicht mehr mitarbeiten wollen und unwillig scheinen, dann hat dies meist einen tieferliegenden Grund und liegt nicht einfach nur daran, dass das Pferd gerade mal keine Lust hat. Die Schmerzen, die durch die Magenprobleme verursacht werden, werden dadurch, dass die sympathische Innervation des Magens an den Wirbeln am Widerrist lokalisiert ist, durch die Nerven am Widerrist bis zum Gehirn weitergeleitet.

Die dadurch verstärkte Aktivität des autonomen Nervensystems führt zu einer erhöhten Spannung der Muskeln, wodurch das Pferd im Bereich des Widerrists sensibler wird. Zudem nimmt das Pferd aufgrund der Magenschmerzen eine Schonhaltung ein, in der es sich verspannt und den Rücken festhält.

Wir kennen das auch, wenn wir starke Magenschmerzen haben: man möchte sich eigentlich am liebsten gar nicht bewegen und geht mit gekrümmtem Rücken. Und so ist es bei unseren Pferden auch. Wenn sich das Pferd im Rücken festhält, wölbt es diesen unter dem Sattel nicht auf und wird in Folge dessen immer spanniger.

Wie kann ich erkennen, dass mein Pferd aufgrund eines Magengeschwürs unrittig ist?

 

Da es bei Magengeschwüren eine ganze Reihe von potenziellen Symptomen gibt, solltest du dein Pferd genau beobachten. Fallen dir dabei neben der Unrittigkeit noch andere Symptome wie Koppen, Fressunlust oder stumpfes Fell auf, erhöht das die Wahrscheinlichkeit, dass du mit deinen Vermutung richtig liegst. Auch Änderungen im Verhalten deines Pferdes können damit einhergehen. Wenn dein Pferd nicht nur unrittig ist, sondern auch noch ein Abwehrverhalten beim Satteln und Gurten zeigt, ist dies schon ein recht eindeutiges Signal.

Natürlich kann es auch am Sattelzeug liegen. Daher ist es wichtig, auch überprüfen zu lassen, dass der Sattel passt. Magenpatienten äußern ihre Schmerzen unter dem Sattel meist, indem sie nach dem Reiterschenkel treten oder in dem Moment, wo Druck durch den Schenkel kommt, mit dem Schweif schlagen.

Sie sind sehr spannig, traben und galoppieren ungern und Versammlungsbereitschaft scheint plötzlich ein Fremdwort zu sein. Tierbeobachtung hin oder her, am Ende kann nur dein Tierarzt alle Zweifel aus der Welt schaffen, ob dein Pferd wirklich unter einem Magengeschwür leidet.

Wie sollte ich mein Pferd arbeiten, wenn es Magenprobleme hat?

 

Wenn das Pferd Magenprobleme hat, sollte man das Trainingsprogramm generell erstmal zurückfahren. Es ist ganz unterschiedlich, wie stark die Schmerzen aufgrund eines Magengeschwürs sind, natürlich auch in Abhängigkeit vom Grad des Magengeschwürs.

In Akutphasen sollte man das Pferd gar nicht reiten, da man dem Pferd damit absolut keinen Gefallen tut. Wenn man wieder langsam anfängt, das Pferd nach einem Magengeschwür zu reiten, sollten vor allem lösende Lektionen geritten werden, um das Pferd locker zu bekommen. Erstmal sollte Wert darauf gelegt werden, dass das Pferd vorwärts-abwärts läuft und wieder zufrieden unter dem Sattel ist.

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Symptome bei Magengeschwüren - Vorstellung der wichtigsten Symptome, die Pferde zeigen, wenn sie an einem Magengeschwür leiden.